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Deutsche Schule Istanbul 1868-2006,
eine lange, bewegte Geschichte
"Ihre innere
Geschlossenheit kann sie (die Schule) nur dann
erlangen und bewahren, wenn in ihr gilt, was für
jedes echte Zusammenleben Grundvoraussetzung
ist:
Das freimütige
Wort und die offene Tür, das sachliche Argument
und die freundschaftliche Aussprache, die
Abneigung gegen Vorurteile und
Aufgeschlossenheit gegenüber Sprache, Sitte,
Kulturvergangenheit und -gegenwart des anderen,
das Bewusstsein persönlicher und allgemeiner
Verantwortung, aber auch - neben einer guten
Portion Freude am Lachen und Leben - der
Zweifel, ob man das Seinige auch tatsächlich
richtig macht".
Zitat aus der
Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum
der
Deutschen Schule Istanbul
Rückblick
Als unsere Schule
1958 auf eine neunzigjährige Geschichte
zurückblickte, stellte Professor Gerhard Fricke
fest: Die Schule hat das "Recht und die Pflicht,
ganz für die jeweilige Schülergeneration und die
jeweilige Gegenwartsaufgabe da zu sein". Aber
der Charakter einer Schule, "ihre Würde und ihr
Wert beruhen ja zugleich in dem, was sie in
langer Leistung geworden ist, was sie bleibt: in
dem Geist, den viele Folgen von Lehrer- und
Schülerjahrgängen geschaffen haben und der nun
zugleich als etwas Überdauerndes und zu
Bewahrendes sich an jeder kommenden Generation,
sie prägend, wirksam erweist"...
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Gegenwart und
Ausblick
Mit der auch
räumlich sichtbar gewordenen Trennung der Schule
in zwei Systeme war die Zeit, als die Deutsche
Schule Istanbul noch eine Einheit mit einem
umfassenden Begegnungscharakter darstellte,
endgültig vorbei. Doch dieser so unglückliche
Umstand, gerade auch für Ehemalige und
Absolventen wie für Freunde der DSI, die „ihre“
Schule im Vergleich zu heute aus ganz anderer
Perspektive und fast ein wenig verklärt sehen,
stellte sich beim Übergang in das nächste
Jahrtausend nur als eines von vielen Problemen
für die neue Schulleitung dar...
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