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28. August 2009:
Seit der 35.
Kalenderwoche ist das Radialfundament
vollständig für das gesamte historische
Schulgebäude eingebracht. Die Verzögerungen
haben dazu geführt, dass die Schulleitung, der
Schulvorstand und die Bauleitung sich am 24.
August 2009 entscheiden mussten, den Schulbeginn
nach hinten zu verlegen. Und somit verzögern
sich die für eine ordnungsgemäße Nutzung des
Schulgebäudes notwendigen Ausbauarbeiten. Die
Kellerräume und die Räume des Erdgeschosses
stehen also am 24. September weitgehend zur
Verfügung. Einer ordnungsgemäßen Beschulung zu
diesem Datum steht also nichts mehr im Wege. Das
Schuljahr wird nun parallel zu den anderen
Schulen in der Türkei entsprechend den von
türkischen Schulbehörden vorgegebenen Schritten
verlaufen. Das Fehlen der Anfangstage musste
allerdings dadurch kompensiert werden, dass wir
in diesem Schuljahr keine Frühjahrsferien mehr
anbieten können.
Im weiteren
Verlauf wird der Zugang zum Schulgelände, wie in
der Vergangenheit schon einmal, nur durch den
hinteren Eingang möglich sein. Im Laufe des
kommenden Halbjahres wird der A-Block dann
vollständig rückgebaut und die dort vorhandenen
Räume, ganz besonders aber auch die neuen
Fachräume, entsprechend nach modernsten
Gesichtspunkten eingerichtet werden. Ein
Rückumzug in den A-Block ist März-April 2010
geplant. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Rückblick
Seit mehreren
Jahren wird das historische Gebäude der
Deutschen Schule Istanbul aus dem Jahre 1896 mit
einer Erdbebensicherung versehen. Die Maßnahme
wird zum überwiegenden Teil vom Eigentümer der
Liegenschaft, der Bundesrepublik Deutschland,
finanziert und auf Grundlage eines Gutachtens
und Umsetzungsvorschlages der Technischen
Universität Istanbul durchgeführt. Bei
Fertigstellung der Sanierungsmaßnahme wird das
Schulgebäude sicher gegen das erwartete Erdbeben
in der Region Istanbul sein.
In einem ersten
Schritt wurde im Sommer 2005 das Fundament des
C-Blocks, des höchsten Gebäudeteiles,
entsprechend saniert. Die Sanierungstechnik
besteht in der Niederbringung von Bohrungen in
tiefer gelegenes festes Gestein ("Grauwacke")
mit anschließender Einbringung von Stahlbeton
und Ausbildung eines sich selbst tragenden
Radialfundamentes, welches die Kräfte aus den
historischen Fundamenten ableitet.
Diese Maßnahme ist
seit dem 21. August 2009 mittlerweile für das
gesamte Gebäude, also auch den A-Block und den
B-Block, vollzogen.
Im folgenden Sommer 2006 wurden dann in einem
nächsten Schritt im C-Block bienenwabenähnlich
die tragenden Wände mit einer Stahlbetonschicht
überzogen, die jeweils Kraft ableitend mit dem
Fundament verbunden sind.
Alle weiteren
Gebäudeteile wurden bzw. werden in der
beschriebenen Art baumassenverstärkt und dabei
gleichzeitig modernisiert hinsichtlich der
Sanitäranlagen, der Elektrik, Elektronik bzw.
Ausstattung der Klassen- und Fachräume.
Im Sommer 2009
schließlich wurde das Fundament des letzten
Gebäudeteiles, des zentralen B-Blockes, in
Angriff genommen mit wiederum bautechnischen
historischen Überraschungen, die zu Umplanungen
und somit zu Zeitverzögerungen führten.
Die Schulleitung
und der Vorstand bemühten sich im Laufe der
Jahre immer, die vorübergehenden Mängel
auszugleichen. So wurden im letzten Jahr
Multimediatische mit modernster Technik für alle
Räume im C-Block gekauft. So kann die fehlende
Ausstattung in den Fachräumen kompensiert
werden.
Weiter finden in
jedem Jahr regelmäßig Erdbeben- und Alarmübungen
an unserer Schule statt, die den SchülerInnen,
Lehrkräften, aber auch dem Personal Fluchtwege
veranschaulichen sollen.
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